
Das Design
Eine gute Webseite präsentiert die Informationen in ansprechender durch Grafiken unterstützter Form, leitet den Benutzer durch die Inhalte und hebt wichtige Informationen durch Farben und Formen hervor. Somit werden die Erwartungen erfüllt und die Informationen werden von uns als gut strukturiert und vertrauenswürdig wahrgenommen.
Und genaue das ist das Ziel beim Webdesign: wenn die Benutzer von der Aktualität, Genauigkeit und Fehlerfreiheit der Seite überzeugt sind, besuchen sie die Seite wieder.
Viele Prinzipien des Webdesigns wurden dem Printdesign entnommen (z.B. Textgestaltung, Farbwahl) und an die Gegebenheiten des Webs angepasst. Die Anpassung war notwendig, weil die Webseiten in der Regel auf einem Monitor und nicht auf einem Blatt Papier angeschaut werden. Die Auflösung bei einem hochwertigen Druck beträgt bis zu 1200 dpi. Auf einem Monitor ist diese wesentlich geringer: etwa 72 bis 96 ppi. So haben feine Strukturen im Web schlechtere Lesbarkeit. Ein weiterer Punkt ist die Flexibilität von der Webseitendarstellung. Wenn Texte gedruckt werden, bleiben sie statisch und der Designer hat ihr Aussehen unter Kontrollen. Wenn aber die Webseiten gestaltet werden, weiß man nicht genau wie diese bei den Nutzern dargestellt werden, da jeder Nutzer eigene Einstellungen im Browser und im Betriebssystem vornehmen kann. Und zuletzt muss man erwähnen, dass das Hauptwerkzeug der Webdesigner immer noch HTML bleibt. Und dieses bietet eher schlechte Layoutmöglichkeiten im Vergleich zu den Werkzeugen im Printdesign. Als Abhilfe wurde CSS entwickelt, doch CSS wird leider immer noch zum Teil von verschiedenen Browsern unterschiedlich interpretiert.
Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und eigener Kreativität, Balance zwischen Darstellung der Information und dem Inhalt, Balance zwischen Grafik und Text. Man sollte darauf achten, dass nicht zu viel Text auf einer Seite dargestellt wird, sonst wirkt die Seite langweilig. Anderseits wirkt die Webseite nicht informativ und nicht vertrauenswürdig, wenn man auf dieser zu viel Grafik sieht.
Man sollte versuchen diese Balance zu finden und eine visuelle Hierarchie aufzubauen. Wichtige Elemente sollte man hervorheben und unwichtige so gestalten, dass sie keine große Aufmerksamkeit auf sich lenken.
Das Erste was ein Benutzer einer Webseite sieht, ist die Homepage. Anhand der Homepage wird auch der erste Eindruck gewonnen und dieser ist meistens entscheidend, ob der Benutzer auf dieser Webseite bleibt oder auf anderen nach Informationen sucht.
Somit sollte die erste Seite besonders gut gestaltet werden und die wichtigsten Informationen, die diese Webressource repräsentieren, im oberen Bereich (Hauptaugenmerk jeder Seite) zusammenfassen und dem Nutzer ansprechend anbieten.
Man hat herausgefunden, dass die Farben enorme Rolle beim Gewinnen des ersten Eindrucks spielen. Innerhalb der ersten 9 Sekunden untersucht ein durchschnittlicher Anwender die Seite nicht nach ihrem Inhalt, sondern beurteilt wie gut die Seite aussieht. Dieses "Aussehen" schließt in erster Linie Seitenstruktur und Farben ein.
Beim Webdesign werden die Farben für bestimmte Zwecke eingesetzt. Die Farben können als Navigationshilfe dienen: z.B. Hervorhebung der Links im Text oder der Menü-Elemente. Durch gezielte Farbwahl können zusammengehörende Elemente gruppiert werden: Verschiedene Elemente auf einem Hintergrund gleicher Farbe wirken semantisch zusammengehörend. Auch die Betonung von wichtigen Elementen kann durch die Farben erfolgen: Schwarzer Text mit rotmarkierten Stellen als Beispiel.
Bei der Farbwahl sollte man auf die Konsistenz zwischen dem Inhalt der Webseite und ihrer Farbpalette achten. Die Farben sollten in jedem Fall den Inhalt betonen und nicht im Widerspruch zu ihm stehen.
Als einfaches Beispiel: die Webseite der Feuerwehr sollte rot und nicht grün gestaltet sein.
Wenn eine Webpräsenz für ein Unternehmen erstellt wird, dann wird normalerweise das Logo des Unternehmens auf der Seite zu finden sein. Hier sollte man darauf achten, dass das Logo zu der Seite farblich passt und die Konsistenz bewahrt wird.
Jeder Designer sollte außerdem bedenken, dass die Farben für alle Menschen naturbedingt bestimmte Bedeutung besitzen. Diese Bedeutung bezeichnet man auch mit Farbpsychologie. Nach ihr haben alle Farbe sowie negative, als auch positive Wirkung, was einfach durch die Evolution und die gesellschaftliche Ordnung bestimmt wird.